Von Rittern und Seefahrern

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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Winti » 6. Jun 2014 21:03

Terence sah keinen Grund an den Worten des anderen zu zweifeln. Er selbst hatte zwar noch nie einen Fuß auf ein Schiff gesetzt, doch schon gehört das es bei starkem Seegang schnell passieren konnte, dass jemand über Bord ging. Umso bedauerlicher war es wohl für Darrian nun eingesperrt zu sein. Gefahr schien von ihm jedenfalls keine auszugehen.“Du musst ja wirklich Pech gehabt haben…“Der Braunhaarige ließ den Blick über den Fremden wandern. Zumindest schien er unverletzt und sah nach der Mahlzeit auch nicht mehr ganz so blass aus. Für sein Anliegen sah Terence allerdings ein Problem. „Sie werden dich nicht einfach gehen lassen. Ein Wesen wie dich hat man hier noch nie gesehen und der Burgherr hat angeordnet dich vorerst festzuhalten.“ Terence hatte bereits mitbekommen, dass Ritter Albin zu jenen Menschen gehörte, die anderen Wesen misstrauten. Estenfeld hatte nur einen kleinen Hafen. Große Handelsschiffe gingen hier fast nie vor Anker und wenn dann höchstens um Nahrungsmittel und Wasser zu laden. Der Bursche wusste, dass es größere Hafenstätte gab in denen alle möglichen Wesen Handel trieben und teilweise mit den Menschen friedlich zusammen lebten. Zumindest hatte es ihm so der Einsiedler erzählt. In diesen Landen jedoch gab es nur Menschen. Je weiter man ins Landesinnere ging, desto weniger wusste man überhaupt von der Existenz anderer Rassen oder kannte eben nur Geschichten, von denen man kaum sagen konnte ob sie denn der Wahrheit entsprachen. Nur Menschen die bereits viel gereist oder sehr gebildet wie der alte Boron waren, mochten sich besser auskennen. Ritter Albin gehörte allerdings nicht zu diesen. Zwar war es anderen Wesen nicht verboten am Hafen anzulegen, doch das Misstrauen des Lehnsherrn teilte auch dessen Volk und somit würde sich ein Nichtmensch kaum willkommen fühlen. Auch der Zwerg war unter den argwöhnischen Blicken bald weiter gesegelt. In Estenfeld wollte man lieber unter sich bleiben. Ritter Albin war ohnehin kein Mann der sich viel um Dinge scherte, die nicht seinen Weinkeller, die Fischerei und den sonstigen gewohnten Gang betrafen. Diese Erfahrung hatte ja auch ´Terence machen müssen, weshalb er auch von sich nicht sagen konnte den Burgherrn sonderlich zu mögen. „Ich weiß leider nicht wann er sich die Zeit für dich nehmen wird…er ist in dieser Hinsicht ein wenig…eigen…“Terence räusperte sich. „Was ist das für ein Schiff auf dem du warst?“
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Sturmtänzer » 6. Jun 2014 21:25

Pech, ja dies traf es wohl am Besten, er hatte Pech gehabt. Noch mehr, wenn man bedachte wo er an Land gespült worden war. Darrian kannte meist nur die Offenheit der exotischen Hafenstädte, in solchen war er kein besonderer Anblick gewesen. Er kannte Wesen, die so viel weniger menschlich wirkten als er. Er war mit der Offenheit eines Seefahrers aufgewachsen und konnte nicht verstehen, dass ein anderer nun Angst vor jemanden wie ihm hatte. Dies war lächerlich. „Sie können mich nicht einfach einsperren Terence. Ich habe bisher nur eine Waffe benutzt wenn irgendwelche Freibeuter meinten unser Schiff angreifen zu müssen.“ Natürlich er hatte hin und wieder sich gern in die ein oder andere Rauferei in einer Taverne gestürzt und ordentlich ausgeteilt und ebenso eingesteckt, aber dies war kein tödlicher Kampf gewesen, hatte immer damit geendet, dass man gemeinsam ein Bier trank. In seinem Kopf arbeitete es. Die Besatzung des „Schwarzen Drachen“ war teilweise menschlich. Also würden sie nicht gleich am Hafen abgewiesen werden. Dies hoffte er wenigstens. Seine Finger schlossen sich um die eisernen Gitter. „Das ist doch lächerlich. Verbrennt ihr etwa auch Heilkundige als Hexen?“ In was für ein Land war er da nur geraten? Niemals hätte er gedacht, dass es wirklich solche Orte gab. Wenn er wirklich noch seine Erkundung an Land machen würde, sein eigenes kleines Abenteuer, dann nicht in diesem Land. Doch es brachte nichts zu fluchen, auch wenn er kurz davor war. Er zügelte dieses Verlangen. „Das Schiff heißt der „Schwarze Drachen“, es hat als Galionsfigur einen schwarzen Drachenkopf und die Seiten der Reling ist ausgearbeitet als würde sie aus Schuppen bestehen. Wir sind ein Handelsschiff, mehr oder weniger. Es geht darum ferne Länder zu bereisen und neue Handelsgüter zu finden.“ Darrian hielt inne und strich mit den schmalen Fingern über die Gitter. „Ein großes Schiff mit 4 Masten, die sich strahlend weiß im Wind blähen. Du musst es erleben, wenn türkisne Meeresgischt sich am dunklen Holz brechen, der Blick in die Ferne so unendlich Weit.“ Dann aber atmete er scharf ein. „Ich habe nicht vor hier zu verrotten Terence, das ist kein Ort für mich.“
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Winti » 6. Jun 2014 23:10

Terence grinste schief „Verbrannt wirst du schon nicht werden. Ich glaube dir ja auch was du da erzählst.“ Das tat er wirklich. Darrians Worte waren glaubwürdig und wenn Terence nun darüber nachdachte, schien es ihm selbst reichlich voreilig gewesen zu sein, den Fremden einzusperren.„Es liegt allerdings nicht in meiner Macht dich frei zu lassen. Tut mir Leid.“ Einen Grund den Fremden festzuhalten, sah der Bursche wirklich nicht. Eigentlich waren dies ja nicht seine Belange und bräuchten ihn nicht zu kümmern was mit Darrian war. Doch irgendwie übte dessen Erscheinung eine regelrechte Faszination auf ihn aus. Immerhin war es das erste Mal das er die Gelegenheit hatte mit einem nichtmenschlichen Wesen zu sprechen. Vor seinem geistigen Auge versuchte er sich das Schiff vorzustellen, welches der andere gerade beschrieben hatte. „Ich bin noch nie zur See gefahren. Sag, bist du schon weit gereist? Woher kommst du? Und…was genau bist du eigenlich?“ Die Fragen kamen wie von selbst aus seinem Mund. Er wollte mehr wissen. Er wollte alles wissen.
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Sturmtänzer » 6. Jun 2014 23:21

Der Rotharaige lachte leise, als er all die Fragen hörte. Wenigsten lenkte Terence ihn von der Trostlosigkeit dieses Ortes ab und verschaffte ihm Abwechslung. Auch wenn Darrian mittlerweile wieder müde war, wollte er den anderen nicht gehen lassen. So nickte er. „Ja ich bin weitgereist. Über viele Meere, an Orte, wo Wesen sind, die viel mehr nicht menschlich sind.“ Er zögerte und musterte Terence aufmerksam. „Können wir eine kleine Abmachung treffen? Ich erzähle es dir alles, alles was du hören willst. Das schwöre ich dir beim Meer. Aber kannst du bitte dafür sorgen, dass falls der Schwarze Drache an eurem Hafen anlegt, sie wissen, dass ich lebe. Mehr verlange ich nicht.“ Alles andere würde vielleicht der Captain klären können, er würde hier raus kommen. Doch um zu beweisen, dass er sicher nicht vor hatte Terence übers Ohr zu ziehen erklärte er: „Ich bin ein Meerelf, nun ja kein reinrasssiger mein Vater ist Meerelf, meine Mutter eine Waldelfe. Deswegen habe ich nur die hier.“ Er hob die Hand an und spreizte die Finger um die feinen Schwimmhäute so zu zeigen. Wäre er wie sein Vater, hätte er unter Wasser atmen können. So aber war er fast ertrunken, eigentlich eine Schande. Sein Blick huschte wieder zu Terence. „Meine Heimat wird der weiße Hafen genannt.“ Nun aber sollte er schweigen, dass er noch etwas zu erzählen hatte, fall der junge Bursche sich auf seinen Handel einließ
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Winti » 6. Jun 2014 23:54

Kurz dachte er über den Vorschlag des anderen nach. Im Grunde war es nicht viel verlangt. Sollte wirklich ein so großes Schiff in Estenfeld vor Anker gehen, würde er es bald erfahren. Es wäre wohl kein Verbrechen der Mannschaft mitzuteilen dass einer von ihnen am Strand angespült worden war und sich in der Burg befand. „Einverstanden.“ Terence nickte „Ich werde es sie wissen lassen.“ Nun aber lauschte er gespannt den Worten des anderen. Er wusste zwar das es eine Rasse gab die sich Elfen nannte. Aber das es mehrere Arten von Elfen gab war ihm neu. Erneut musterte er die Erscheinung von Darrian. Welche Merkmale andere Elfen wohl aufzuweisen hatten? Nur zu gerne würde er mehrere von diesen Wesen sehen. „Und wie lange fährst du schon zur See? Wie alt bist du eigentlich?...Und erzähl mir von dem weißen Hafen. Ich habe noch nie davon gehört. Leben dort viele Elfen?“ Terence grüne Augen flackerten vor Begeisterung. Zu seinem Glück hatte der Soldat offenbar vergessen das er noch hier unten war, denn er und Darrian blieben ungestört. Ungezwungen setzte sich Terence nun vor die Zelle des anderen um noch erfahren zu können. Vergleichbar mit dem was der Elf ihm da erzählte, erschien ihm das Leben auf der Burg trist und eintönig.
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Sturmtänzer » 8. Jun 2014 13:35

Erleichtert seufzte er. Immerhin war es ein Anfang. Würde man erfahren, dass er hier war es wäre sicher zu klären. Und wenn ein wenig Gold dabei fließen musste. Darrian mochte kein Vermögen besitzen, aber er konnte es abarbeiten, auch wenn es hieß seine eigenen Wünsche wieder weiter hinten anzustellen. Zufrieden schlang er die Decke um sich und lehnte den Oberkörper gegen den rauen Stein. Dieser Terence war neugierig, sehr neugierig, aber Darrian störte es nicht, immerhin konnte er solche Regungen nachvollziehen. Ob der andere überhaupt schon einmal diese Gegend verlassen hatte? Es war für den Elfen nicht vorstellbar, dass er immer nur am selben Ort blieb. Er würde vor Langeweile wahnsinnig werden. „Wie alt ich bin? Noch nicht sehr alt, gerade mal 80 Jahre alt. Ich fahre schon seit einem Jahrzehnt zur See, es ist üblich in unserer Kultur, das junge Elfen wie ich sich auf den Schiffen beweisen. Ich bin gut darin Karten zu zeichnen und zu navigieren, deswegen habe ich seit etwa einem Jahr das Privileg eine eigene Kajüte zu besitzen.“ Sein Blick huschte durch den Raum und schließlich versuchte er ein Blick seiner Heimat zu zeichnen. „Der Geruch nach Salzwasser liegt in der Luft, weiße Vögel schreien und fliegen über das an dieser Stelle schon fast türkis wirkende Wasser, tauchen hinab um mit fischiger Beute wieder aufzusteigen. Ein hoher Wall erstreckt sich aus weißem Gestein wie eine schützende Mauer um die weiße Stadt, die in die hellen Klippen gearbeitet ist und helles Holz bildet ein gewaltiges Tor, im Hafen liegen immer Schiffe mit wallenden Segeln bereit in See zu stechen. Und um deine Frage zu beantworten, ja es leben viele Elfen dort, dieser Hafen erstreckt sich unter dem Wasser weiter, beherbergt dort Lebensraum, für jene von uns die das Meer mehr lieben als das Land und denen die Gabe gegeben ist unter Wasser zu atmen. Leider verfüge ich nicht über diese Gabe.“
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Winti » 8. Jun 2014 23:09

Die Worte ‚junger Elf‘ und ‚80 Jahre‘ schienen in Terence Ohren nicht so recht zusammen zu passen. Er hätte den anderen von seiner Erscheinung her ungefähr im selben Alter wie er es selbst war eingeschätzt. Konnte es wirklich sein, dass es Wesen gab die viel älter wurden als Menschen? Wieder einmal wurde dem Braunhaarigen bewusst, wie wenig er sich in der Welt auskannte und wie viel es noch zu erfahren und zu entdecken gab. Wie gebannt hing er an den Lippen von Darrian, sog jedes seiner Worte förmlich in sich auf. Die Hafenstadt die der Elf da beschrieb, erschien ihm wie das reinste Paradies und Terence versuchte sich alles vor seinem inneren Auge vorzustellen. Er blieb noch eine ganze Weile und ließ sich einfach von Darrian erzählen. Er erfuhr das es verschiedene Elfenarten gab, die jeweils verschiedene Fähigkeiten besaßen und unterschiedliche Lebensräume bevorzugten. Das welche von ihnen tatsächlich unter Wasser leben konnten, vermochte der Bursche kaum zu glauben. Gegen Nachmittag wurde es für Terence jedoch an der Zeit zu gehen. Er versprach dem anderen allerdings wieder zu kommen und auch Ausschau nach dessen Schiff zu halten…
Für den Rest des Tages blieb Darrian allein in der Zelle. Weder der Burgherr noch sonst wer schien sich um ihn zu scheren. Lediglich der Wachmann brannte ihm am Abend etwas Wasser. Die nächsten Geräusche sollte der Elf erst in tiefster Nacht vernehmen, als jemand leise die Treppen zu den Kerkerzellen hinab gehuscht kam. Keine Fackel wurde entzündet, die Person bewegte sich leise aber zielsicher durch die Finsternis. „Darrian? Darrian bist du wach? Du musst sofort hier verschwinden…Ritter Albin will dich morgen früh hinrichten und deinen Leichnam verschwinden lassen“ flüsterte Terence und trat in den schwachen Hauch von Mondlicht, der hoch oben durch das kleine Gitterfenster von Darrians Zelle fiel. Etwas Entschlossenes lag im Blick von Terence Augen, als dieser tatsächlich den Kerkerschlüssel ins Licht hielt, damit ihn der andere sehen konnte.
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Sturmtänzer » 14. Jun 2014 17:01

Die Langeweile zerrte an dem Elfen, kaum war Terence verschwunden. Doch was sollte er groß gegen sie ausrichten? Er schloss irgendwann die Augen und rollte sich auf dem schlichten Strohlager zusammen um seinen Körper die Ruhe zu gönnen, welche er so dringend benötigte. So schlief der Elf tief und fest als sich der junge Mann daran machte hinab zu den Zellen zu steigen. Nur langsam öffneten sich seine Augen und er blickte in die Dunkelheit des Kerkers. Die Stimme, die ihn geweckt hatte, erkannte er und träge setzte er sich auf. Es war so finster. Seine Augen gewöhnten sich nur langsam an diese Dunkelheit und schließlich erkannte er auch jenen jungen Mann, welcher so neugierig den tagüber seinen Worten gelauscht hatte. Doch Zeit sich über dessen Gesellschaft zu freuen, nach dem Schiff zu fragen, blieb nicht. Mit wachsenden Entsetzen, aber auch Unglauben lauschte er den Worten. Er hatte verstanden, dass fremde Wesen, den Menschen Angst machten, aber ihn hinrichten. Heftig schluckte er, stolperte zu dem Gitter um sich an diesem festzuhalten. „Ich habe Nichts getan.“ Und dann war dieser sogenannte Ritter auch noch feige und wollte seine Leiche verschwinden lassen. Wahrscheinlich verbrennen, ja das würde passen. Im Fahlen Mondlicht konnte er den metallischen Glanz des Schlüssels erkennen und er spürte die Hoffnung zurück kehren. Unruhig sah er sich um, lauschte, ob sich weitere Schritte näherten. „Wenn du mir hilfst, wird es kein zurück für dich geben.“ Natürlich sollte er dies nicht sagen, wenn er hier raus wollte, aber der junge Mann verdiente es die Wahrheit zu hören. Darrian schluckte und murmelte. „Versuch mir den Weg zu beschreiben, lass den Schlüssel hier und verschwinde so schnell du kannst. Das ist das sicherste für dich.“
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Winti » 24. Jun 2014 22:22

Kurz schüttelte der Braunhaarige den Kopf. Er hatte nicht vor nun auf eigene Faust die Flucht zu ergreifen. „Wie du schon sagst: Es gibt für mich kein Zurück mehr. Wenn sie herausfinden, dass ich dir geholfen habe, werde ich hingerichtet. Wir werden also gemeinsam fliehen.“ Ungefähr eine Stunde lang hatte Terence vorhin einfach in seiner Kammer auf seinem Strohlager gesessen und nachgedacht. Es war mehr oder weniger Zufall gewesen, dass er gehört hatte was der Burgherr zu einem seiner Soldaten bezüglich des Gefangenen gesagt hatte. Nun ja, eben mehr oder weniger. Terence hatte schon festgestellt, dass er ein sehr gutes Gehör und die Fähigkeit besaß, sich sehr leise zu bewegen, sodass er von Ritter Albin letztendlich einfach nicht wahrgenommen worden war. Die Worte waren erschreckend gewesen. Er konnte nicht verstehen warum der Burgherr so mit Darrian verfahren wollte, nur weil dieser kein Mensch war. Solch ein Verhalten war keineswegs ritterlich und Terence konnte es nicht mit sich vereinbaren dies einfach geschehen zu lassen. Zumal er auch nicht den Wunsch verspürte einem solchen Herrn weiterhin zu dienen. „Eine Bedingung habe ich allerdings. Ich helfe dir zu fliehen, doch im Gegenzug versprichst du mich mitzunehmen und mir deine Heimat zu zeigen“ Ja, dies war es doch was er sich wünschte. Die Welt sehen. Abenteuer. Wenn er hier schon kein Ritter werden konnte, was hielt ihn dann noch? Wenn er diese Gelegenheit nicht nutzte, würde er vielleicht für den Rest seines Lebens in Estenfeld bleiben. Gewiss, er hätte ein Auskommen und würde sich irgendwann eine hübsche Frau suchen können. Aber das Herz des Burschen begehrte völlig andere Dinge. „Abgemacht?“ Durch die Gitterstäbe streckte er dem anderen seine Hand entgegen.
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Sturmtänzer » 1. Jul 2014 18:00

Darrians Gesicht verzog sich leicht. Da war man einmal vom Unglück heimgesucht und es verfolgte einen hartnäckig weiter. Bei sämtlichen Winden, war dies ein Wink gewesen, weil er so oft vom Land geträumt hatte? Nun wo er an Land war, wünschte er sich wieder die feuchten Planken unter seine Füße. Dann aber musterte er den jungen Mann, es sprach von gewissen Mut, das dieser sich so entschieden hatte und immer noch haftete an diesem etwas, dass ihn anders scheinen ließ. Vielleicht wenn sie hier draußen waren würde er es herausfinden, was es genau war. „Natürlich nehme ich dich mit.“ Entrüstet schnaubte der Meerelf. Also bitte wer war er? Sich erst befreien lassen und dann den anderen zurücklassen, seinem Schicksal ausliefern? Das würde er nicht tun. Dann könnte er sich gleich den Wellen wieder ausliefern. So ergriff er ohne zu zögern die Hand des anderen, ließ seine eigene dann aber höher wandern um dessen Handgelenk zu umschließen und ernst zu nicken. „Abgemacht. Ich bringe dich bis zu den Häfen meines Volkes.“ Dann aber wartete er ungeduldig bis sich endlich die Tür leise knarrend öffnete, nach dem Terence den Schlüssel genutzt hatte. Freiheit, oh süße Freiheit. Eilig huschte er aus der Zelle, bewegte sich fast lautlos und blickte den jungen Mann fragend an, deutete diesem voran zu gehen.
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