Von Rittern und Seefahrern

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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Winti » 19. Jul 2014 13:07

Beinahe panisch wanderte Terence Blick nach links und rechts als Darrian sich abseilte. Kaum konnte er erkennen, dass dieser den Boden erreicht hatte, machte er sich auch schon daran ihm zu folgen. Auch ihm machte die Höhe wenig aus. Es kam öfter vor das er auf Bäume kletterte die fast genauso hoch waren wie die Wehrmauer. Viel schlimmer war die Sorge, jeden Moment entdeckt zu werden. So beeilte er sich so gut es ging. Doch gerade als er das Seil zu gut zwei Drittel hinunter war, tauchte plötzlich der Kopf eines Soldaten über der Mauer auf. „Hey….was soll das?! ALAAAARM der Gefangene flieht!!!!“ Der Mann schrie aus voller Kehle, während er nach dem Seil griff und offenbar versuchte dieses wieder nach oben zu ziehen. Terence zuckte erschrocken zusammen, ließ dann jedoch einfach los und sprang die letzten zwei Meter hinunter. „Schnell, lauf um dein Leben“ rief er Darrian zu, packte diesen am Handgelenk und zog ihn die ersten Schritte mit sich, ehe er ihn wieder los ließ um sich beim Rennen nicht gegenseitig zu behindern. Dabei steuerte er jedoch nicht den Weg in Richtung Hafen an. Nein, seine Schritte führten ihn über eine große Ackerfläche hinweg zum Waldrand. Er konnte sich denken, dass es den Elfen eher ans Meer zog. Doch Terence wusste, dass es am Hafen kaum Möglichkeiten gab sich zu verbergen und da Darrians Schiff nicht aufgetaucht war, würden sie in eine Sackgasse laufen. Der Wald hingegen war groß und bot eher Gelegenheit sich zu verstecken. „Vertrau mir einfach!“ Es wäre nur noch eine Sache von Minuten, bis die Soldaten aus ihren Betten heraus waren und mit ihren Pferden die Verfolgung aufnahmen. Kurz wandte Terence den Kopf und sah wie bereits die Zugbrücke hinunter gelassen wurde. Man würde sie jagen wie Hunde. Kaum war der Gedanke gedacht, hörte man in der Ferne auch schon das Bellen der Jagdhunde in Ritter Albins Besitz. Natürlich, jene würde man auf sie ansetzen.
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Sturmtänzer » 6. Aug 2014 21:31

Als der Schrei des Mannes erklang zuckte Darrian zusammen. Verdammt dies hatte ihnen gerade noch gefehlt. Nicht jetzt, nicht wo sie fast in Sicherheit waren. Er hätte sich doch schon auf dem Weg zum Hafen gesehen. Irgendwo hätten sie sicher eine Überfahrt bekommen, weg von diesem schrecklichen Land, das in seiner Art so gar nicht der seinen entsprach. Aber stattdessen war das Glück nicht mit ihnen. Als Terence sich über die freie Fläche bewegte, sie offen wie auf einer Zielscheibe zu sehen waren, fluchte er. Sein herz schlug schnell gegen seinen Brustkorb. Der Elf war sicher kein Feigling, verstand sich auf den Kampf, aber er hatte keinerlei Waffen bei sich und die Menschen in erschreckender Überzahl. „Terence.“ Sich in einen Wald zu flüchten klang nicht einmal schlecht. Aber er kannte sich in dieser Gegend nicht aus, würde nur umher irren und es widersprach seinem Instinkt, da er sich eher ins Wasser geflüchtet hätte. Doch was blieb ihm schon, als seinen neuen Gefährten zu vertrauen. Das Gebell der Hunde hallte über die leere Fläche, wurde vom Wind weitergetragen und schien somit erschreckend Nahe. Der Wald versprach Dunkelheit und Deckung vor den schwachen Augen der Menschen, aber nicht vor den Nasen der Hunde. Ihm wurde schmerzlich bewusst wie sehr er davon abhängig war de anderen zu vertrauen, das er keine andere Wahl hatte. So durchbrach er das dichte Gestrüpp, atmete den Geruch nach Laub ein und hielt einen Moment fast still. Noch nie war er bewusst in einen Wald getreten und nun würde der Weg ihn fern vom Meer führen, wer wusste wann er wieder den Geruch nach Salz und Wasser würde kosten dürfen. Nur einen Moment zögerte die schlanke Gestalt des Elfen, bevor er hastig dem jungen Mann folgte. „Na gut ich vertraue dir.“
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Winti » 11. Okt 2014 22:56

Es ging um Leben und Tod. Würde man sie fassen, würde man sie beide als Verbrecher auf dem Marktplatz hängen lassen. Sofern man den Hunden nicht schon vorher den Befehl gab sie in Stücke zu reißen. „Hier lang“ rief er Darrian zu, während er zwischen Bäumen und Sträuchern hindurch preschte. Auch hier zeigte sich, wenngleich sich Terence darüber nicht bewusst war, dessen besondere Gaben. Es war sehr dunkel im Wald, das Mondlicht fand seinen Weg nur bedingt zwischen den Baumkronen hindurch auf den Boden. Die Wahrscheinlichkeit für einen Menschen über einen Ast oder Stein zu stolpern war also recht hoch. Doch wie durch ein Wunder gelang es Terence die Hindernisse rechtzeitig zu erspähen und trotz der Eile über alles drüber zu springen oder rechtzeitig einen Haken zu schlagen. Neben sein gutes Sehvermögen trat noch ein weiterer, kleiner Vorteil: Er kannte sich in diesem Waldstück gut aus. Immerhin hatte er etliche Wochen hier gejagd, Fallen aufgestellt und nach Wildschweinspuren gesucht. Folglich gab es keinen Grund die Führung abzugeben. Erst recht nicht als das Hundegebell doch deutlich näher kam. Natürlich, auch die Tiere hatten Mühe ihnen zu folgen. Eine Hetzjagd die sie nur mit Glück gewinnen konnten. „Da vorne…der Bach…wir….müssen durchs Wasser….die Hunde….die Witterung….“keuchte er Darrian die Worte zu, während er ihn am Handgelenk packte um die Richtung zu ändern. Wasser war die einzige Möglichkeit den Spürhunden zu entrinnen.
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Re: Von Rittern und Seefahrern

Beitragvon Sturmtänzer » 20. Nov 2014 22:32

Schnell hatte er die Orientierung verloren. Sträucher, Bäume und Steine flogen gerade so dahin. Das dichte Geäst ließ kaum einen Blick auf den Sternenhimmel frei, nach dem er sich zu orientieren wusste. Darrian wurde deutlich bewusst, wie ausgeliefert er der Kenntnis des anderen war. Dabei konnte er nicht feststellen, dass Terence viel zu gut für einen Menschen sah. Darrian musste selbst darauf achten, nicht über ein Hindernis zu stolpern, einfach weil er diese Art des Laufens nicht kannte. Sicherlich war der Meerelf gut bei Kondition, doch dies lag wohl eher an den Stunden, die er damit verbracht hatte, sich in die Wellen zu begeben. Immer hatte er versucht es auszugleichen kein reiner Meerelf zu sein, nicht unter Wasser atmen zu können, in dem er geübt hatte, zu einem exzellenten Schwimmer geworden war. Doch die Schwimmhäute halfen ihm nicht beim Laufen. Was Terence da keuchend von sich gab, machte schon Sinn. Ganz weltfremd war der Elf nicht und er selbst orientierte sich doch an Gerüchen, wusste wie sehr empfindlicher Tiere waren. Bald schon erreichten sie den Bach, Wasser spritzte u allen Seiten, als sie in dieses stürzten. Nicht einmal Knie hoch war dieses Gewässer an der tiefsten Stelle, es spiegelte träge den schwachen Schein des Mondes und Darrian konnte hier und da einige Fische davon stoben sehen. Würden sie der Strömung folgen, würde er an seinem Geliebten Meer landen, aber Terence bewegte sich gegen die Strömung und der Elf folgte dem Zug an seinem Handgelenk. Ein Schritt nach dem anderen, seien Lungen begannen leicht zu brennen und sein Atem wurde schwerer und doch wurde das Gebell schon leiser, schien ferner zu werden. „Terence,…nur ein wenig langsamer.“ Er wollte ja nicht stehen bleiben, aber dieses Tempo würde er auf Dauer nicht halten können. Endlich blickte er nach oben, sah den Himmel etwas mehr. Die Nacht war weit voran geschritten, es würde,… Weiter kam er mit den Gedanken nicht, stolperte der Meerelf über einen glatten Stein und mit einem lauten Platschen stürzte er längs in den flachen Lauf des Baches.
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